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Augasse

Die Augasse führt von der Abzweigung an der Innsbrucker Straße (B170) bis zur SPAR. Dabei zweigen von ihr der Peter-Mitterhofer-Weg und der Madersbacherweg ab. Eine Verbindung besteht weiters zur
KR-Martin-Pichler-Straße und zur Fritz-Atzl-Straße.

Augasse. Zerbombter Bauernhof Schwarzenberger, rechts Schopperbauer
Mitterhoferweg, Augasse, im Hintergrund links die Krankenhauskapelle
Augasse. Bauernhof Schwarzenberger
Schopperbauer in der Augasse 6, ca. 1951
Schwimmbad in der Augasse, ca. 1936
Schwimmbad in der Augasse, ca. 1936
Schwimmbad in der Augasse
Schwimmbad in der Augasse
Schwimmbad in der Augasse, ca. 1936
Augasse. Goglbauer, früher Hopfau, ca. 1950
Augasse. Die heutige Generation beim Goglbauer
Augasse. Goglbauer, 2016
Schopperbauer in der Augasse 6, 2011
Schopperbauer in der Augasse 6,

Der Name erinnert daran, dass hier der Weg zur Unteren Au verlief. Der obere Teil, soweit Häuser dabeistanden, zählte noch zur Dorfgasse, meist einfach als die "Freye" bezeichnet. Am Beginn der Augasse steht der Gasthof "Weißes Lamm", früher "Gasthof zum Lämpl", eines der drei ältesten Wirtshäuser in Wörgl, das seit Generationen im Besitz der Familie Schipflinger steht. Gegenüber, direkt am Wörgler Bach, stand früher der dazugehörige Stall mit den Remisen, der im schneereichen Winter 1967/68 einstürzte und später durch ein Wohn- und Geschäftshaus ersetzt wurde. Gleich hinter dem Gasthof an der Adresse Augasse 2, steht das erste Hochhaus nach den Plänen von Arch. Dipl.-Ing. Walter Mayr, das in Wörgl unter Bürgermeister Hagleitner, der selbst im obersten Stockwerk eine Wohnung bezog, 1963 begonnen und 1965 fertig gestellt wurde. Es steht auf den Ruinen des Schwarzenbergerhofs, das im Bombenhagel am 22. Februar 1945 völlig zerstört wurde. Die Obstbäume im Hof hinter dem Hochhaus sind zum Großteil noch immer die Bäume aus dem Anger des Bauernhofs. Der Bauernhof Schopper an der Adresse Augasse 4 ist nach dem Schopperhandwerk im Schiffsbau benannt, das vor allem in Angath, der Hochburg des Schiffsbaus beheimatet war. 'Schoppen' nannte man das Abdichten der Schiffsplanken mit Moos. Beim Schopper hat ab 1655 der Schiffshandwerker Andrä Pirkl aus Schweinau gewohnt. Bei einem Großbrand am 28. August 1851 brennt das Haus zusammen mit dem Schwarzenbergergut und dem Spiegelwirt ab. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war das Gut im Besitz der beiden Gemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg, die dort vorübergehend die bisher im Armenspital in Kirchbichl untergebrachten Pfründner einquartierten, bis das neue Gemeindekrankenhaus 1900 seinen Betrieb aufnahm. Seit mehreren Generationen ist nun die Familie Mayer Besitzer des Schopperguts. An der Adresse Augasse 5 steht das Wagnerhaus, wo zumindest seit Beginn des 18. Jh. das Wagnerhandwerk ausgeübt wurde. Seit Generationen ist das Wagnergut im Besitz der Familie Kröll. Beim Gogl-Bauern, Augasse 14, handelt es sich um das landesfürstliche Lehen "Hopfau", welches über 250 Jahre lang der Familie Eberl gehörte. Heute ist es im Besitz der Familie Steinbacher. Das Auhäusl in der Augasse 10, das früher ebenfalls zum Lehen der Familie Eberl gehört hatte, wurde im Besitz der Familie Tiso am 22. Februar 1945 durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg wurde hier ein Einfamilienwohnhaus errichtet. An der Augasse 12 wurde 1927 das neue Wörgler Schwimmbad eröffnet, das bis zur Eröffnung des neuen Freibades am Madersbacherweg am 7. Mai 1976 seinen Dienst versah. Nach dem Abbruch errichtete die Stadt Wörgl an dieser Stelle ein Mehrfamilienwohnhaus. In der Augasse 20 steht das Gut Schweinach oder Schweinau, das früher ebenfalls dem Schopperhandwerk zuzuordnen war und heute der Familie Sollerer gehört.